Epidemiologie
Weltweit erleiden 16-20% der Menschen zumindest einmal im Verlauf ihres Lebens eine klinisch relevante depressive Störung.
Das Risiko, im Laufe des Lebens an einer Depression (alle Formen) zu erkranken (Lebenszeitprävalenz), liegt national wie international bei 16-20%. Das Lebenszeitrisiko, an einer Dysthymie zu erkranken, beträgt etwa 4%. Laut Bundesgesundheitssurvey liegt die Punktprävalenz bei ca. 5,6% der Bevölkerung im Alter von 18- bis 65 Jahren. Das bedeutet, dass derzeit in Deutschland 3,1 Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen unipolaren Depression erkrankt sind.
Risikofaktoren für die Entwicklung einer depressiven Störung sind dabei weibliches Geschlecht, ein schwaches soziales Netz und sozioökonomische Faktoren wie z.B. Arbeitslosigkeit und niedriges Bildungsniveau.
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Häufigkeit depressiver Erkrankungen | |
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| Ca. jede 4. Frau und jeder 8. Mann erkranken im Laufe des Lebens an einer Depression | |
Quelle: "Global Burden of Disease" 2000; Bundesgesundheitssurvey 1998
Nach einem WHO-Bericht weisen Patienten mit unipolaren Depressionen mehr Lebensjahre mit Behinderungen auf als Patienten mit anderen Krankheiten (gemessen an dem zentralen Indikator YLD („years lived with disability“), der die Häufigkeit und Schwere einer Erkrankung berücksichtigt).
Ursachen (%) der durch Behinderung beeinträchtigten Lebensjahre; gesamte Lebensspanne (WHO Report 2001)

Quelle: ©
Deutscher Ärzte-Verlag: M. Härter et al., Praxismanual Depression (2007)